Südkorea plant, Kryptowährungen in ein 76 Jahre altes Vermögensgesetz zu integrieren
Das südkoreanische Ministerium für Wirtschaft und Finanzen plant ein National Asset Basic Act, um das Gesetz über staatliches Eigentum von 1950 zu ersetzen. Der neue Rahmen würde virtuelle Vermögenswerte und geistiges Eigentum erstmals unter staatliche Verwaltung bringen.

Seoul plant ein National Asset Basic Act
Das südkoreanische Ministerium für Wirtschaft und Finanzen gab bekannt, dass es ein National Asset Basic Act schaffen wird, um zu modernisieren, wie die Regierung staatliches Eigentum verwaltet. Das Ministerium kündigte den Plan während einer politischen Sitzung im Blauen Haus des Präsidenten am 15. Juli 2026 an. Es stellte das Gesetz als vollständige Neufassung eines jahrzehntealten Systems dar. Eine gemeinsame öffentlich-private Taskforce wird die Einzelheiten ausarbeiten und den Umfang der abgedeckten Vermögenswerte festlegen.
Das Gesetz von 1950 deckte nie digitale Vermögenswerte ab
Das bestehende Gesetz über staatliches Eigentum stammt aus dem Jahr 1950, als die Regierung es um eine immobilienzentrierte Wirtschaft entworfen hat. Die staatlichen Vermögenswerte sind seitdem von 188,3 Billionen Won im Jahr 2001 auf mehr als 1.400 Billionen Won, etwa 938 Milliarden Dollar, gewachsen. Beamte bezeichnen den Plan als die erste umfassende Überarbeitung des Managements staatlicher Vermögenswerte seit 76 Jahren. Der alte Rahmen deckte nie neuere Klassen wie geistiges Eigentum und virtuelle Vermögenswerte ab, und die Reform würde beide zum nationalen Vermögensregister hinzufügen.
Seoul wechselt von der Erhaltung von Vermögenswerten zur Schaffung von Werten
Der Plan lenkt das Management staatlicher Vermögenswerte von einem ererbten Fokus auf Erhaltung und Verkauf ab. Stattdessen zielt die Regierung auf ein Wertschöpfungsmodell ab, das öffentliche Vermögenswerte nach Kategorien entwickelt und betreibt. Das Ministerium hat den Ansatz als "K-Asset"-Rahmen bezeichnet. Es sagte, dass der Wechsel untätige Bestände in eine Quelle nationalen Reichtums verwandeln würde, anstatt Kosten für deren Erhaltung zu verursachen. Spezialisierte Agenturen wie Kamco würden eine größere Rolle bei der Entwicklung staatlicher Vermögenswerte übernehmen.
Der Plan fügt tokenisierte Anleihen und Immobilien hinzu
Die Regierung plant, staatlich besessenes Immobilienvermögen durch Security Token Offerings (STOs) zu verbriefen und die Erträge mit der Öffentlichkeit zu teilen. Sie zielt auch darauf ab, Staatsanleihen im Rahmen eines Pilotprojekts, das für 2027 geplant ist, zu tokenisieren und künstliche Intelligenz (KI) sowie Blockchain für das Management von Staatsfonds anzuwenden. Ein separates Blockchain-System würde öffentliche Gelder in Einzahlungs-Token auszahlen, um betrügerische Ansprüche zu blockieren. Ab September können Privatanleger Staatsanleihen direkt über Rentenversicherungskonten kaufen. Das Ministerium wird auch jedes Jahr eine vollständige Immobilienbewertung durchführen, anstatt alle fünf Jahre.
Bitcoin wurde zum Zeitpunkt der Veröffentlichung nahe 65.000 Dollar gehandelt
Südkorea betreibt einen der aktivsten Einzelhandelsmärkte für Kryptowährungen der Welt, was die Anforderungen an die Behandlung digitaler Vermögenswerte durch den Staat erhöht. Bitcoin wurde zum Zeitpunkt der Veröffentlichung bei 65.378 Dollar gehandelt, was einem Anstieg von 2,39 % in den letzten 24 Stunden entspricht (CoinPaprika, 15. Juli 2026). Sein Marktwert lag bei etwa 1,31 Billionen Dollar, ein Maßstab für die digitalen Vermögenswerte, die Südkorea nun in seinen staatlichen Rahmen integrieren möchte.
Blockchain verankert den Wachstumsplan für Ende 2026
Bei einem Treffen des Staatsrates am 13. Juli 2026 bekräftigte das Ministerium seine Unterstützung für die lokale Blockchain- und digitale Vermögenswirtschaft, auch wenn es die Entwicklung von KI betonte. Es verband die Bemühungen mit der Wachstumsstrategie des Landes für die zweite Hälfte des Jahres 2026. Diese Strategie umfasst ein Projekt zur digitalen Zentralbankwährung (CBDC) und ein separates Gesetz über digitale Vermögenswerte, einen rechtlichen Rahmen für den Krypto- und Stablecoin-Sektor.
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