Russland plant, ausländische Krypto-Börsen bis zum Sommer zu blockieren
Russland plant, bis zum Sommer 2026 den Zugang zu ausländischen Krypto-Börsen-Websites zu blockieren. Die Bank von Russland setzt eine Frist für einen rechtlichen Rahmen bis zum 1. Juli und begrenzt den Einzelhandelsankauf auf 300.000 Rubel pro Jahr.

Russland zielt diesen Sommer auf ausländische Krypto-Plattformen ab
Russland plant, den Zugang zu ausländischen Kryptowährungsbörsen-Websites bis zum Sommer 2026 zu blockieren. Kryptowährungsbörsen sind Online-Plattformen, auf denen Benutzer digitale Vermögenswerte kaufen, verkaufen und handeln. Der Plan zielt auf Plattformen ab, die nicht nach russischem Recht registriert sind. Branchenexperten, die von der russischen Nachrichtenagentur Interfax zitiert wurden, bestätigten den Zeitrahmen. Der Schritt würde russische Händler nur auf inländisch lizenzierte Plattformen zwingen.
Frist bis zum 1. Juli für inländischen rechtlichen Rahmen festgelegt
Die Bank von Russland — die Zentralbank des Landes — setzte eine Frist bis zum 1. Juli 2026 für einen vollständigen inländischen rechtlichen Rahmen für Krypto fest. Die Bank veröffentlichte ihren konzeptionellen Rahmen im Dezember 2025. Der Rahmen definiert, welche Stellen Krypto-Dienste innerhalb Russlands anbieten können. Betreiber müssen sich bis zu diesem Datum bei den russischen Behörden registrieren, um weiterhin legal lokale Benutzer bedienen zu können.
Vorsitzender der Moskauer Börse nennt jährlichen Abfluss von 15 Milliarden Dollar
Sergey Shvetsov, Vorsitzender des Aufsichtsrats der Moskauer Börse — dem primären Wertpapiermarkt Russlands — erklärte, dass russische Händler jährlich etwa 15 Milliarden Dollar an Provisionen an ausländische Börsen zahlen. Es gibt keine unabhängige Prüfung dieser Zahl in den verfügbaren Quellen. Die Moskauer Börse ist die Institution, die direkt profitieren würde, wenn ausländische Wettbewerber den Zugang zu russischen Benutzern verlieren.
"Russische Händler zahlen jährlich rund 15 Milliarden Dollar an Provisionen an globale Börsen, und lokale Plattformen zielen darauf ab, um diesen Markt zu konkurrieren.", Februar 2026. — Sergey Shvetsov, Vorsitzender des Aufsichtsrats, Moskauer Börse
Einzelhandelsinvestoren sehen sich einer jährlichen Kaufgrenze gegenüber
Unter den vorgeschlagenen Regeln sehen sich nicht-professionelle Investoren — sogenannte Einzelhandelsinvestoren — einer Kaufgrenze von 300.000 Rubel pro Jahr bei einem einzelnen Vermittler gegenüber. Die Bank von Russland veröffentlichte diese Grenze als Teil desselben regulatorischen Rahmens. Professionelle Investoren mit zertifiziertem Status unterliegen im aktuellen Vorschlag keiner entsprechenden Obergrenze.
Kryptowährungen sind hoch volatil und bergen erhebliche Risiken. Sie können einen Teil oder Ihr gesamtes Investment verlieren.
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