BIS-Chef warnt vor Risiken von Stablecoins für die Geldpolitik und Dollarization
Der Generaldirektor der BIS, Pablo Hernández de Cos, warnte am 20. April 2026, dass Stablecoins Risiken für die Geldpolitik und die finanzielle Stabilität darstellen. Er sprach auf einem Seminar der Bank von Japan in Tokio.

BIS-Chef warnt in Tokio vor Risiken von Stablecoins
Pablo Hernández de Cos, Generaldirektor der Bank für Internationalen Zahlungsausgleich (BIS), warnte am 20. April 2026, dass Stablecoins ernsthafte finanzielle Risiken bergen. Er sprach auf einem Seminar der Bank von Japan in Tokio. Die BIS fungiert als Zentralbank für die Zentralbanken der Welt und setzt globale Finanzstandards.
"Andererseits stellen Stablecoins erhebliche makroökonomische und finanzielle Herausforderungen dar, einschließlich ihrer potenziellen Auswirkungen auf das Kreditangebot, die finanzielle Stabilität sowie die Geld- und Fiskalpolitik.", 20. April 2026. — Pablo Hernández de Cos, Generaldirektor, Bank für Internationalen Zahlungsausgleich
Stablecoins sind digitale Token, die an Fiat-Währungen gebunden sind
Stablecoins sind digitale Token, die darauf ausgelegt sind, einen festen Wert zu halten, der normalerweise an den US-Dollar gebunden ist. De Cos identifizierte fünf spezifische Risikokategorien: Auswirkungen auf das Kreditangebot, die finanzielle Stabilität, die Geldpolitik, die Fiskalpolitik und die Umgehung von Vorschriften. Er wies auch auf die Dollarization hin — das Risiko, dass Bürger in kleineren Volkswirtschaften ihre nationale Währung gegen an Dollar gebundene Stablecoins eintauschen.
Zentralbankgeld als Vertrauensanker
De Cos erklärte, dass Zentralbankgeld "als Vertrauensanker dienen kann, um die Fragmentierungs- und Integritätsrisiken zu mindern, die in einem rein dezentralisierten Währungssystem entstehen würden." Ein dezentralisiertes Währungssystem ist eines, in dem keine einzelne Autorität die Währungsversorgung kontrolliert.
US GENIUS-Gesetz setzte erste bundesstaatliche Regeln für Stablecoins fest
Die Vereinigten Staaten etablierten im Juli 2025 ihren ersten bundesstaatlichen regulatorischen Rahmen für Zahlungstablecoins. Präsident Donald Trump unterzeichnete am 18. Juli 2025 das GENIUS-Gesetz. Das Gesetz regelt die Reserve- und Compliance-Anforderungen für Stablecoin-Emittenten, die auf dem US-Markt tätig sind.
Kryptowährungen sind hoch volatil und bergen erhebliche Risiken. Sie können einen Teil oder Ihr gesamtes Investment verlieren.
Alle Informationen auf Coinpaprika dienen nur zu Informationszwecken und stellen keine Finanz- oder Anlageberatung dar. Führen Sie immer Ihre eigenen Recherchen (DYOR) durch und konsultieren Sie einen qualifizierten Finanzberater, bevor Sie Anlageentscheidungen treffen.
Coinpaprika haftet nicht für Verluste, die aus der Nutzung dieser Informationen resultieren.